Entspannungs­therapien

Entspannungsverfahren dienen dazu, sowohl körperliche als auch seelische Anspannung zu verringern. Ziel ist es, auf diese Weise grundlegende Qualitäten zu fördern wie körperliches Wohlbefinden, Zufriedenheit und Gelassenheit. Zu den entsprechenden Verfahren zählen unter anderem diverse Meditationsformen, imaginative Verfahren, autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, Hypnotherapie sowie Biofeedback.

Hypnotherapie

In der Ruhe liegt die Kraft: Bei der Hypnotherapie geht es darum, in entspannter Klarheit ganz eigene Lösungsansätze für ein bestimmtes Thema mithilfe von Metaphern, Bildern und Geschichten Schritt für Schritt zu entwickeln.

Immer wieder zeigt sich auch hier: Das Unbewusste weiß deutlich mehr, als das Bewusstsein glaubt. Regelmäßig offenbaren sich auf diese Weise ungeahnte Hebel und Schritte, um eine belastende Problematik wirkungsvoll zu entschärfen und zu ändern.

Progressive Muskelentspannung (PMR)

Dauern Stress und Belastung länger an, entwickelt der Körper unwillkürlich Verspannungen.

Hier greift die progressive Muskelentspannung (PMR): Sie ermöglicht uns, gewissermaßen wieder Herr im eigenen Haus, unserem Körper, zu werden. Unter anderem zeigt sie auf, wie wir Spannungen abbauen, regenerieren und in der Entspannung wieder auftanken. So können wir gezielt und Schritt für Schritt zu neuer Elastizität, Beweglichkeit und Kraft gelangen – und diesen Zustand auch nachhaltig halten.

Autogenes Training

Entwickelt in den 1920er Jahren in Berlin, gehört Autogenes Training heute nach wie vor zu den wirkungsvollsten Entspannungsmethoden.
Es basiert auf der Erkenntnis, dass gedankliche Vorstellungen die Tendenz haben, sich in körperliches Geschehen umzuwandeln – etwa beim bekannten Beispiel mit dem Speichelfluss im Mund, der sich automatisch einstellt beim intensiven Gedanken an das persönliche Lieblingsessen. Autogenes Training wird stets in einer bestimmten Körperhaltung durchgeführt, in welcher man sich systematisch und wiederholt so genannte Formelsätze vorstellt, auf die man sich durch „inneres Sprechen“ konzentriert.

Zu den zahlreichen Effekten und Nutzen von Autogenem Training zählen unter anderem mehr Entspannung, bessere Emotionsregulation oder auch eine spürbare Schmerzreduktion.

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT)

Die sogenannte Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy – kurz IRRT – kommt vor allem in der Behandlung von PTBS und anderen Traumafolgestörungen zum Einsatz. Die eigentliche Arbeit erfolgt stets in der Imagination des Patienten.

Konkret geht es darum, durch visuelle und verbale Interventionen Zugang zu belastenden traumabezogenen Bildern zu gewinnen, sie in der Konfrontation umzuwandeln und dadurch emotional zu bewältigen. Adressiert werden dabei weniger Angst und Furcht als vielmehr insbesondere Ekel, Scham, Schuld und Zorn. Schritt für Schritt gelingt es so, erlebte Traumata zu überwinden und zu kontrollieren – und gleichzeitig das Selbstbewusstsein wieder so zu stärken, wie es der normale Lebensalltag erfordert.

Waldtherapie

Gerade der Aufenthalt im Wald wirkt in umfassender Weise auf Körper, Geist und Seele. Genau dies macht sich die Waldtherapie zunutze. Nicht zuletzt durch die aus Japan stammende Idee des „Waldbadens“ (Shinrin Yoku) hat diese Therapieform in den letzten Jahren nochmals deutlich an Popularität gewonnen.

In der Praxis bestätigt sich immer wieder, dass das bewusste und achtsame Erleben von Bäumen und Pflanzen in der Natur – und vor allem im Wald – einen positiven Einfluss auf verschiedenste, insbesondere stressassoziierte gesundheitliche Parameter hat. Auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben einen konkreten medizinischen Nutzen und eine positive gesundheitliche Wirkung längerer, von achtsamkeitsbasierten Strategien geprägter Aufenthalte im Wald belegt. Als einer der wesentlichen Wirkfaktoren des Waldbadens werden unter anderem die sogenannten Terpene vermutet, die sowohl krebshemmend sind, als auch nachgewiesene Wirkungen auf das Immunsystem besitzen.

Aromatherapie

Wie kaum ein anderer Reiz können uns Düfte und Gerüche ebenso tief wie unmittelbar berühren. Bisweilen wecken sie gar verborgene Erinnerungen. Im Rahmen einer Aromatherapie gezielt und sorgfältig ausgewählte und angewandte ätherische Öle haben von daher vielfältige positive Auswirkungen sowohl auf den Körper als auch auf Geist und Seele.  Eingesetzt werden sie sowohl zum Beduften eines Raums, in welchem sich der Patient aufhält, als auch im Rahmen einer Massage als Öl oder als Saunaaufguss. Zu den möglichen Wirkungen und Nutzen zählen neben Ruhe und Entspannung auch eine Reduzierung von Stress und Stimmungsschwankungen. Je nach Öl, Duft und Aroma entsteht auch eine harmonisierende, vitalisierende oder schlaffördernde Wirkung. Darüber hinaus können ätherische Öle auch das Immun- und Selbstheilsystem stärken.

Naturnahe Therapieelemente

Unter diesen Bereich fallen sowohl diverse Bewegungs- und Achtsamkeitsübungen, die im Freien ausgeführt werden – wie zum Beispiel Therapeutisches Bogenschießen, Yoga oder Qi Gong –, als auch Angebote für verschiedenste Wanderungen. Eine weitere Variante ist ein bewusster Aufenthalt auf unserer Dachterrasse mit Panoramablick auf die Alpen.

Was alle Elemente dabei vereint, ist die intensive Beteiligung und des Erlebens von Natur, was sich immer wieder als Heilkraft für sich erweist. Vor diesem Hintergrund achten wir generell darauf, dass möglichst viele therapeutische Aktivitäten und Angebote im Freien und an der frischen Luft stattfinden – getreu unserem Ansatz, die Natur als im wahrsten Sinne des Wortes heilenden Ort zu erschließen.

Akutklinik Allgäu im Überblick
Klinikräumlichkeiten

Unsere Klinik zeichnet sich nicht zuletzt durch ein ausgeprägtes Wohlfühlambiente aus, etwa in Form angenehm heller und lichter Räumlichkeiten.

Lage & Umgebung

Wiesen und Wälder, eine malerische Altstadt: Schon in der unmittelbaren Umgebung unseres Hauses gibt es viel zu entdecken und zu erleben.

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